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RYL!-News _

ROCK YOUR LIFE! Summit 2018: über uns hinauswachsen wie ein Kirschbaum [29.05.2018]

Mit knapp 200 Teilnehmern aus 38 Standorten und Trainern zelebrierten wir vergangenes Wochenende in Mannheim einen Summit mit spannendem Input, viel Herz und jeder Menge Spaß. Bei bestem Wetter inspirierte uns zuerst das ehemalige Mentoring-Paar Tim und Umut aus Berlin, das bereits 2012 beim Matching zusammenfand sich immer noch regelmäßig trifft, mit ihrer Geschichte.

Am Samstag sorgten unsere erfahrenen Trainer und Experten aus Unternehmen wie beispielsweise der Deutschen Bank dann für die maximale Potentialentfaltung unserer Standortvertreter. In 12 spannenden Workshops unter dem Motto „zusammen wachsen“ konnten unsere Rocker wichtige Inhalte für ihre tägliche Arbeit im Verein zum Beispiel zu den Themen Führung, Netzwerken und Zeitmanagement mitnehmen. Die ganze Jugendherberge Mannheim sowie die davor gelegene Wiese am Rhein war geprägt von Stuhlkreisen im Gras, sich in Rhetorik übenden Gruppen sowie Teilnehmern, die mit verbundenen Augen über Stock und Stein geführt wurden. Aber auch der Austausch zwischen unseren Standorten sollte nicht fehlen. So konnten einige Standortvertreter ihre Best Practices und Erfahrungen im Verein in kleinen Gruppen, den so genannten Elefantenrunden, vorstellen und diskutieren.

Zum krönenden Abschluss und passend zum Motto pflanzten wir gemeinsam einen jungen Kirschbaum, der mit den Wünschen unserer Mitglieder für ihren Verein geschmückt war. Diesen Baum schenkten wir der Jugendherberge Mannheim für die großartige Zusammenarbeit zum mittlerweile vierten Summit in ihrer Herberge. Wir sind immer noch überwältigt von der positiven Energie und der Dankbarkeit aller Teilnehmer, von denen 90 Prozent den Summit als gelungen bis sehr gelungen bewerten.

Mentoring hautnah: Wie es ist ROCK YOUR LIFE! Mentorin zu sein – Teil 2 [15.05.2018]

Vor einigen Wochen hatte ich, Gabriela Leiterin der Kommunikation bei ROCK YOUR LIFE!, bereits von meinem ersten Training als ROCK YOUR LIFE! Mentorin und der Begegnung mit meiner Mentee berichtet. Das war jedoch nur der erste Schritt und der Anfang von etwas ganz Neuem.

An einen Freitagnachmittag nach meiner Arbeit hatten sich Lisa* und ich verabredet. Es sollte unser erstes Treffen nach dem Kennenlernen im ersten Training sein. In diesem Training hatten wir auch Grundregeln der Mentoring-Beziehung festgelegt. Besonders hitzig wurde dabei die Grundregel zum Thema Pünktlichkeit diskutiert. Sind fünf Minuten Verspätung noch in Ordnung und wann muss ich mich melden, dass ich später komme? Nicht allen Mentees und Mentoren schien Pünktlichkeit wichtig zu sein. Dementsprechend gespannt war ich, ob Lisa pünktlich sein würde. Tatsächlich staunte ich nicht schlecht, als ich – fünf Minuten zu spät – am Treffpunkt eintraf und Lisa schon wartete. Das sorgte gleich für den ersten Lacher und das Eis war gebrochen.

Während wir durch die Stadt schlenderten, um ein schönes Café zu suchen, stellte mir Lisa viele Fragen: Was arbeitest du noch mal? Wohnst du eigentlich alleine? Hast du einen Freund? Welche Musik hörst du gerne? Es schien, als würden alle Fragen, die sie beim vergangenen Training nicht stellen konnte, jetzt aus ihr heraussprudeln. Brav beantwortete ich also ihre vielen Fragen und freute mich irgendwie darüber, dass sie offen und gesprächig war. Damit war meine Sorge, wir könnten uns erst einmal nur anschweigen, wie weggeblasen.

Im Café angekommen konnte ich auch endlich zu Wort kommen und fragte sie nach ihrem Wochenende - beim Training hatte sie mir erzählt, dass sie da auf eine tolle Party eingeladen sei. Es freute sie sichtlich, dass ich mir das gemerkt hatte und so berichtete sie von ihrem Abend, ihrer besten Freundin, der guten Musik und wie lange sie durchgetanzt hatte. Nach einiger Zeit des Plauderns lenkte ich unser Gespräch jedoch auf unsere Ziele in der Mentoring-Beziehung. Mir war es zwar wichtig, dass wir uns gut verstanden und Spaß hatten, um eine gute Grundlage für unsere gemeinsame Zeit zu schaffen. Aber dank des Trainings war mir auch klar, dass ich als Mentorin nicht nur Freundin zum Kaffeeklatsch bin, sondern mit Lisa an ihren Zielen arbeiten möchte. Diese sind ihr Deutsch zu verbessern, um einen wichtigen Test im Juni zu bestehen und einen passenden Ausbildungsplatz zu finden.

Als wir über die Verbesserung ihrer Deutschkenntnisse sprachen, wurde mir jedoch schnell klar, dass es gar nicht so einfach ist, ihr dabei direkt zu helfen. Natürlich kann ich sie unterstützen, indem wir viel miteinander sprechen und über WhatsApp schreiben. Aber sollte das ausreichen? Ich war mir sicher, da war noch mehr möglich. So vereinbarte ich mit ihr, dass wir uns regelmäßig treffen, um die Deutschhausaufgaben gemeinsam zu erledigen. Im Gegensatz dazu gestaltete sich die Suche nach dem Ausbildungsplatz anfangs schwieriger. Lisa hatte sich zwar schon einige Gedanken gemacht, war aber noch sehr unentschlossen. Wirklich weiterhelfen konnte ich ihr in diesem Moment auch nicht, war meine Berufsorientierung im Vergleich zu den anderen Mentoren, die mitten im Studium waren, doch schon länger her. Zudem hatte ich mich damals auch kaum mit Ausbildungsplätzen auseinandergesetzt. Daher war für uns klar, wir müssen mit kleinen Schritten beginnen. Während ich mir erst einmal einen Überblick über mögliche Ausbildungsplätze verschaffe, spricht Lisa mit der Berufsberaterin an ihrer Schule. Im nächsten Treffen wollen wir dann erarbeiten, was Lisa Spaß macht und wo ihre Stärken und Talente liegen. Mit den Ergebnissen aus der Recherche und Lisas Potential sollten wir in den kommenden Treffen hoffentlich den einen oder anderen passenden Ausbildungsplatz für sie finden.

Wie wir weiterarbeiten, ob wir einen Ausbildungsplatz finden und was in eine Mentoring-Beziehung sonst noch so passiert, erfahrt ihr hier in vier Wochen.

*Name geändert

Druckfrische Kooperation für ROCK YOUR LIFE! [11.05.2018]

ROCK YOUR LIFE! baut Brücken zwischen Schülern, Studierenden und Unternehmen. In diesem Zuge pflegen sowohl die ROCK YOUR LIFE! gGmbH als auch die ROCK YOUR LIFE! Vereine Kooperationen mit zahlreichen Unternehmen. Ganz neu kooperieren wir nun mit Printyard, einem deutschlandweiten Druckerei-Portal für regionale und Online-Druckereien. Durch die gemeinsame Zusammenarbeit haben wir aktuell die Chance, unseren gerade fertiggestellten Jahresbericht für das vergangene Jahr zu drucken. Diesen erstellen wir jährlich nach dem Social Reporting Standard, da dieser eine gute strukturelle Orientierung bietet und wir dadurch einheitlich und transparent berichten können. Den aktuellen Jahresbericht wie auch alle weiteren für die vorherigen Jahre sind hier einzusehen.

Zusätzlich zur Kooperation zwischen der ROCK YOUR LIFE! gGmbH und Printyard, haben auch die Vereine die Möglichkeit mit dem Druckerei-Portal zusammenzuarbeiten. Dort können sie ihre Materialien, die sie für die tägliche Vereinsarbeit benötigen, verschönern und drucken.

Der Traum vom Fliegen: für unsere Mentoring-Paare ist er wahr geworden [09.05.2018]

„Wir wollen hoch hinaus“. Das war auch in diesem Jahr für unsere frisch gestarteten Mentoring-Paare aus München klar. Dabei sollten sie aber nicht nur persönlich wachsen, sondern auch tatsächlich in luftige Höhen abheben können. Möglich war das im Rahmen der Flying Challenge, einem Kooperationsprogramm zwischen ROCK YOUR LIFE! und der Airbus Foundation. Unsere Schüler und Studierenden durften bei einem krönenden Abschlussevent am vergangenen Samstag in einem Flugzeug ihrer Wahl durch den blauen Himmel über München fliegen.

Begonnen hat das sechsmonatige Programm im Winter 2017. Dabei trafen unsere Münchner Mentoring-Paare zum ersten Mal auf die Mitarbeiter von Airbus, die sie künftig unterstützen sollten. Seither begleitete je ein sogenannter Airbus-Mentor ein Mentoring-Paar und lieferte einen direkten Einblick ins Berufsleben sowie die Arbeit bei Airbus. „Unser Airbus-Mentor hat uns bisher nicht nur durch den Airbus Showroom geführt und uns von seinem Arbeitsalltag berichtet, sondern auch ein zweiwöchiges Praktikum für meinen Mentee organisiert“, erzählt der Student Joshua.

Zum Abschluss der gemeinsamen Zeit trafen sich alle Mentoring-Paare und ihre Mentoren zur Flying Experience auf dem Flugplatz Oberschleißheim wieder. Dorthin eingeladen waren auch Melinda und Iris, ein Mentoring-Paar aus Hamburg. In der Hansestadt fand in diesem Jahr zum ersten Mal die Flying Challenge für unsere Mentees und Mentoren statt. Zu diesem Auftakt wurde unter allen Teilnehmer ein Paar ausgelost, welches dann nach München fliegen durfte. Am vergangenen Samstagnachmittag hatten die Mentees und Mentoren dann die einmalige Gelegenheit in einem Segelflieger, Helikopter oder einer Propellermaschine ihrer Wahl mitzufliegen. „Für mich war es der erste Flug. Es war der Hammer“, berichtet eine Mentee aufgeregt.

Mentoring hautnah: Wie es ist ROCK YOUR LIFE! Mentorin zu sein – Teil 1 [02.05.2018]

Der Kern von ROCK YOUR LIFE! ist das Mentoring – die Unterstützung eines Mentors für einen Schüler. Als Kommunikationsverantwortliche bei ROCK YOUR LIFE! schreibe ich quasi täglich über unser Mentoring-Programm. Selbst erfahren habe ich dieses aber noch nicht. Tatsächlich war auch ich bereits einige Male Mentorin, beispielsweise damals für die jüngeren Mädchen in meiner Sportmannschaft oder für meine beste Freundin in der Grundschule. Aber eine qualifizierte Mentorin im ROCK YOUR LIFE! Universum, die eine anfänglich noch fremde Mentee unterstützt, war ich noch nicht.

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf und der Aussage einer Kollegin, dass ihr noch Mentoren fehlen, war für mich schnell klar, das ist meine Gelegenheit. So meldete ich mich bei der Verantwortlichen an und das erste Training sollte schon zeitnah am 1. März beginnen. Obwohl ich an jenem ersten Trainingstag noch keinen der anderen Mentoren kannte, stellte sich bei mir keine große Aufregung ein. Das war auch gar nicht notwendig. Direkt nach meinem Eintreffen wurde ich sehr herzlich und offen von den neugierigen Mentoren sowie der Trainerin begrüßt und sogleich einbezogen. Bei diesem Training nur für Mentoren ging es darum, Möglichkeiten und Grenzen des Mentoren-Daseins abzustecken: Was kann ich leisten und was muss vom Mentee selbst ausgehen? Die wichtigste Erkenntnis für mich an diesem Tag war, mir bewusst zu werden, dass Mentoring auf Augenhöhe stattfindet und beide Teilnehmer davon profitieren.

Am nächsten Tag sollten wir nun auch die Mentees kennenlernen. Meine anfängliche Spannung steigerte sich noch, als sie auf sich warten ließen. Mit einiger Verspätung trafen endlich die neugierigen aber gleichzeitig zurückhaltenden Mentees ein. Die Begrüßungen waren teilweise noch hölzern, aber die Trainerin konnte uns mit einem Spiel auflockern. In den Stunden danach konnte ich jeden Mentee etwas näher kennenlernen. Dabei half mir unter anderem das Speed-Dating, bei dem uns die Trainerin für jedes neue Gespräch ein Thema vorgab. So redete ich mit Natalia* über ihren motivierten Plan hin zur Sommer-Bikini-Figur, lachte mit Lisa* über ihre Autopanne in Griechenland und lauschte Alis* Begeisterung für Chemie. Anschließend durfte jeder seine drei favorisierten Mentees bzw. Mentoren auf einem Wunschzettel vermerken. In der Auswertung versuchten die Organisatorin zusammen mit der Trainerin alle Wünsche zu berücksichtigen. Dennoch war ich aufgeregt und tauschte mich mit den anderen aus. Ob wir wohl einen unserer drei Lieblingskandidaten bekommen würden? Tatsächlich hat es bei mir geklappt und seit Anfang März treffe ich nun meine Mentee Lisa. Das ist nicht immer einfach, wenn wir beide mal wieder sehr beschäftigt sind. Dennoch sind die Treffen spannend, vor allem da wir auf ein gemeinsames Ziel, die Schule zu schaffen und sich beruflich zu orientieren, hinarbeiten.

*Namen geändert